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Mitten durchs Herz!

[Lesezeit ca. 9 Minuten]

[Vorbemerkung: Dies ist mein persönlicher Bericht eines großen Konfliktes im Gospel Forum Stuttgart. Er fasst das Erlebte aus meiner Perspektive zusammen, weil es immer noch ein recht großes Informationsbedürfnis gibt und weil es Gemeinden gibt, die sich mit ähnlichen Situationen herumplagen. Meine Hoffnung ist, dass wir Christen daraus lernen und in Zukunft besser mit Gemeindekonflikten umgehen. Hier gibt es, nach meiner Beobachtung, noch richtig Potenzial.]

Es war mir schon immer klar, dass bei einer bestimmten Art von Gemeinde, der Pastor (lat. Hirte) nicht immer ein ausgeprägtes Hirtenherz haben muss. Es gibt Gemeinden, meistens eher die großen und schnell-wachsenden, in denen der Hauptpastor eher ein Visionär als ein Seelsorger ist. Er ist eher auf das Ziel ausgerichtet und gibt Inspirationen weiter. So leitet er seine Riesenherde zu den saftigen Weiden, die Gott ihm zeigt. Lange Diskussionen unter den Schafen kann sich diese Art von Hirte nicht leisten. Die Herzensnähe und Rufbereitschaft bei Problemen ist möglicherweise nicht immer in gleichem Maße vorhanden, wie in kleineren Gemeinden. Das wird mehr als ausgeglichen durch Vision, Ermutigung und vielfältige Angebote in einer großen Herde.

So sah ich es bisher.

Daher wurde ich vor etwa 20 Jahren Mitglied im Stuttgarter Gospel Forum, einer großen Gemeinde mit mehreren tausend aktiven Mitgliedern, die mir viel Gutes bot und noch dazu einen ausgesprochen visionären und motivierenden Hauptpastor vorweisen konnte – Peter Wenz. Ich persönlich lege auf die intensive Beschäftigung mit meinen Befindlichkeiten nicht viel Wert und konnte seitdem vielfältig von meiner Mitgliedschaft dort profitieren. Sie hat mich vorwärts gebracht. Schnell wurde ich Mitarbeiter, später auch verantwortlicher Leiter. In meiner schlimmsten Lebenskrise bin ich dort gut aufgefangen worden. Und auch in seelsorgerlicher Hinsicht gab es in letzten Jahren mehr Angebote, ich spürte auch mehr Hirtenherz. Viele kamen, die Gemeinde wuchs zusehends.

Menschen verlassen die Gemeinde
Sicher gab es auch Menschen, die bald wieder gingen. Es war einfach nicht ihr Ding. Manche hatten versucht, die Gemeinde zu verändern und sahen Schwächen. Ich war derartigen Gesprächen nicht abgeneigt und tatsächlich gab es Schwächen. Ich habe sowohl der Gemeinde zugestanden, dass sie nicht perfekt sein musste, als auch den Menschen, dass sie an einigen Dingen Anstoß nahmen und gingen. Es waren keine Schwächen, die mich alarmiert hätten. Dank sei Gott gibt es ja viele Gemeinden im Südwesten und da darf jeder seine Ausrichtung finden. Ich hatte und habe damit kein Problem. Immer wieder gab es dann auch Menschen, die sich sogar daran abgearbeitet haben, diese Gemeinde zu verändern, auch diese verließen dann irgendwann die Gemeinde, etwas später vielleicht, und eine Spur entnervter als die anderen. Aber auch hier sehe ich kein Problem, so etwas gibt es überall, wo Menschen arbeiten. Mit manchen Leuten kann man auskommen und mit anderen eher nicht so gut.

Und dann gab es auch noch diejenigen, die Streit und schlechte Laune verbreiteten und die Ordnung in ihrem Umfeld einfach nicht akzeptieren wollten. Hierfür habe ich grundsätzlich nicht so viel Verständnis, da ich selber immer versuche, mit meinem Umfeld in Frieden zusammenzuleben. Jede Gemeinde benötigt eine gewisse Führung und bei uns war sie etwas klarer strukturiert als in anderen Gemeinden. Das hat einige Vorteile, gefällt aber nicht jedem. Ich konnte all das gut einordnen und es hat meine Seele nicht wirklich beunruhigt. Mancher hat eben eine andere Sicht der Dinge. Es gibt Menschen, durchaus auch im christlichen Bereich, die schon mal grundsätzlich recht viele Haare in der Suppe wahrnehmen. Diesen ist oft ihr persönlicher Freiraum wichtig. Das ist grundsätzlich eher schwierig in einer visionär ausgerichteten Megachurch. Hier kann nicht auf jede Befindlichkeit eingegangen werden.

Im nachhinein betrachtet gibt es noch eine weitere Gruppe von Menschen, die immer mal Bedenken angemeldet hatten und auf angebliche oder tatsächliche Missstände hingewiesen haben. Sie sind grundsätzlich wohlwollend und offen für die Gemeinde, nehmen Dinge jedoch etwas sensibler wahr. Hier wurde, meines Erachtens, zu oft angenommen, dass sie zu den ewigen Nörglern gehörten. Möglicherweise sind hier Menschen falsch eingeschätzt worden. Das ist aber meine persönliche Meinung.

Der allergrößte Teil meiner Freunde jedoch lebte viele Jahre und Jahrzehnte in Frieden und brachte sich zumeist als Mitarbeiter dort ein. Die Probleme, die mir genannt wurden, schienen mir nicht relevant zu sein.

Immer mehr Schatten im Lichthaus
Vor etwa sechs Jahren gab es dann erstmals etwas größere Unruhe. Mehrere Pastoren gingen in einem Jahr kurz hintereinander. Immer wieder wurden einige von ihnen verabschiedet, anscheinend alles in größter Harmonie. Wenn man sie allerdings kannte und auch so ganz gut in der Gemeinde vernetzt war, dann konnte man gut spüren, dass irgendetwas nicht stimmte. Streit, Ärger und schlechte Stimmung lagen in der Luft. Schon nach kurzer Zeit glätteten sich allerdings die Wogen und das Gemeindeleben ging weiter. Doch auch in den Folgejahren gingen immer wieder Pastoren, die ich sehr schätzte und die mir persönlich ans Herz gewachsen waren. Teils war von ziemlich üblen E-mails die Rede, die aus dem Büro des Haupthirten gekommen sein mussten. Ich habe diese E-mails selber nicht gelesen, war jedoch beunruhigt, das muss ich wirklich sagen.

Ab diesem Zeitpunkt etwa muss es gewesen sein, dass so etwas wie Unehrlichkeit spürbar war. Auf der Bühne wurde Sonnenschein verkündet, während es in manchen Bereichen der Gemeinde wohl nicht ganz so hell war. Hier, etwa in den Jahren 2012 / 2013, war, meiner Ansicht nach, der Punkt, an dem unsere Gemeinde mitsamt des gesalbten Hauptpastors, falsch abgebogen ist. Das visionäre Herz sagte: weitermachen, nur nicht anhalten, das seelsorgerliche Herz schrie: Hier tat etwas weh, kümmere Dich um mich! Aus einer zunächst visionären, klar strukturierten Führung muss, nach meiner Wahrnehmung, irgendwann in dieser Zeit eine spirituelle Kraftmeierei geworden sein. Anscheinend gewann die Durchsetzung der eigenen Position gegen andere, erfahrene Vorstände an Gewicht. So ging es wohl über mehrere Jahre, ein Konflikt begann, unter der Oberfläche zu schwelen. Die Gemeinde wurde immer öfter wohl nur noch von einer einzigen Person, anstatt von einem Vorstands-Team gelenkt, dem 1. Vorsitzenden, Peter Wenz.

Irritierend: Vorstände mahnen Veränderungen an
Den Herbst 2018 werde ich sicher nicht so schnell vergessen. Insgesamt fünf Menschen in meinem Umfeld sind innerhalb weniger Wochen verstorben, ich war ständig auf Beerdigungen. Unter anderem traf es auch meinen Vater. Kurz darauf verstarb noch ein Vorstand und Pastor aus unserer Gemeinde an seiner schweren Krankheit. Mein Herz wurde schwer, denn ich hatte ihn sehr geschätzt und er war sehr beliebt in der Gemeinde. Und mitten in diese bedrückenden Atmosphäre platzte dann die Nachricht, dass 3/4 unseres Gemeindevorstandes sehr konkrete Missstände sah und Veränderungen anmahnte. Da sie selber Verantwortung trugen, wollten sie nun zurücktreten.

Bis hierher war für mich alles OK. Wenn man jahrzehntelang von einer tollen Gemeinde profitiert, dann darf sie auch mal Schwierigkeiten haben. Mir war klar, dass ich Teil der Lösung sein wollte und aktiv mithelfen wollten, die Gemeinde wieder fit zu machen. In schwierigen Zeiten steht man zusammen!

Aus einem Gemeindekonflikt wird ein Machtkampf
Was dann allerdings in den nächsten 8 Wochen folgte, war für mich, und für andere Mitglieder ziemlich hart! Die drei Vorstände, die Schwierigkeiten sahen, wurden, so war zu hören, dermaßen bearbeitet, dass mancher meinte, sie seien gar entlassen worden. Offensichtlich war ihre Warnung vor massiven Problemen nicht auf offene Ohren gestoßen.

Eine Initiative von engagierten Mitgliedern, die zum Ziel hatte, den Konflikt zu lösen und Verantwortung zu übernehmen, wurde als offene Rebellion gebrandmarkt. Dabei war das niemals ihr Anliegen gewesen. Es ging dabei um 88 Mitglieder des Trägervereins der Gemeinde. Ihr Ziel war es, durch einen Antrag (ein sogenanntes “Minderheitenbegehren”), bei der anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins eine Befriedung des Konfliktes zu erreichen. Es sollte darüber abgestimmt werden, ob nicht nur drei Vorstände des Vereins, sondern alle vier, etwa ein halbes Jahr pausieren, um sich in Ruhe um die Bereinigung des Konfliktes zu bemühen. Als probates Mittel dazu erschien ihnen, einen Mediator der freien Wahl einzuschalten. Hierzu wollte man den gesamten Vorstand freistellen und ihm ausreichend Zeit einräumen, den Konflikt miteinander zu besprechen und möglichst auszuräumen. Nach etwa einem halben Jahr schließlich, sollte wieder allen vier Ex-Vorständen die Kandidatur für den neuen Vorstand ermöglicht werden. Von Rebellion war bei diesem Plan, aus der Sicht vieler Mitglieder, weit und breit keine Spur. Und doch ist das Anliegen anscheinend nicht von allen in gleicher Weise nachvollziehbar gewesen. Die Initiative wurde als “höchst problematisch, undurchsichtig und gefährlich” eingestuft.

Besonders bitter für viele Beteiligte war, dass nicht nur die Stimmen von 3/4 des Vorstands kein Gehör fanden, sondern auch auch die von 88 langjährigen und sehr engagierten Mitgliedern übergangen wurde. Ihnen schlug ein massives Misstrauen entgegen, das ihnen schier den Atem verschlug. Das besondere an diesem Konflikt ist also nicht der Konflikt selber, sondern der Umgang damit und das Überfahren vieler wohlwollender Glaubensgeschwister aus dem Herzen der Gemeinde.

Gemeinde-Mitgliederversammlung mit Security-Aufsicht
Die nun folgenden Wochen boten mir völlig neue Erfahrungen. Nie zuvor hatte ich eine christliche Gemeinde-Mitgliederversammlung erlebt, die unter Begleitung eines Rechtsanwalts stattfand, geschweige denn von Security-Muskelprotzen kontrolliert wurde. Wer sich nicht benimmt, der wird entfernt, hieß es. Zudem lernte ich, dass es Hirten gibt, die ihren Schäfchen Pech und Unglück in Aussicht stellen, wenn sie bei wichtigen Abstimmungen für die “falsche” Option votieren. In einem anderen Kontext würde man von einem Fluch sprechen – übel! Die vom Vorstand angesprochenen Gemeinde-Schwierigkeiten wurden dagegen bis heute überhaupt nicht angesprochen oder bearbeitet. Sehr bedauerlich!

Für uns alle war es traurige Realität geworden, dass innerhalb kürzester Zeit aus einem begrenzten Gemeindekonflikt ein offener Machtkampf geworden war. Ziemlich diffizile, aber nicht unlösbare Herausforderungen wurden persönlich genommen. Hier muss man ehrlicherweise sagen, dass die Missstände auch vorwiegend in dem Verhalten des 1. Vorsitzenden verortet wurden. Es ging im wesentlichen um seinen Führungsstil, der als zu hart empfunden wurde. Ein reifer Leiter kann mit Anfragen von Freunden an seinen Führungsstil normalerweise sicher gut umgehen. Möglicherweise muss er erst mal etwas schlucken, kann sich aber danach sachlich und reflektiert mit den Punkten auseinandersetzen. Der 1. Vorsitzende in unserer Gemeinde fühlte sich jedoch persönlich angegriffen und verletzt, wie er später mitteilen ließ. Anschließend hat er sich, ohne größere Rücksichtnahme auf biblische Regeln zur Konfliktbewältigung, durchgesetzt. Souveräner und lösungsorientierter Umgang mit Herausforderungen sieht anders aus!

Der Bruch im Trägerverein
Die Situation eskalierte später derart, dass ein gutes Drittel der Vereinsmitglieder eine laufende außerordentliche Mitgliederversammlung verließ. Sie fühlten sich betrogen, da ihre Stimme auf rabiate Weise zum Schweigen gebracht wurde. Es war kurzfristig und im Verborgenen die Mitgliederzahl im Trägerverein um 75 % erhöht worden, mitten in einem laufenden sogenannten Minderheitenbegehren, bei dem es maßgeblich um die Kräfteverhältnisse im Verein geht. Vorher waren sie eine Mehrheit von 56 % gewesen, nach dem überraschenden Mitgliederzuwachs waren sie nur noch eine Minderheit von 32 % und konnten ihre Ziele der Erneuerung und Befriedung der Gemeinde daher nicht erreichen. Ich war Teil dieser Gruppe und war über alle Maßen erstaunt und traurig, wie mit engagierten Gemeindemitgliedern umgegangen worden ist, die Schwierigkeiten anpacken wollten und Veränderungen erreichen wollten. Für mich und viele Beteiligte war das ein Riss mitten durchs Herz der Gemeinde.

Die Gemeindeleitung räumte später ein, dass dieses Vorgehen nicht “für alle in gleicher Weise nachvollziehbar” sein würde. Es sei jedoch nötig gewesen, um Unheil von der Gemeinde abzuhalten. Es liegt nahe, dass noch mehr Unheil von der Gemeinde abgehalten worden wäre, wenn man beizeiten die Herzen füreinander geöffnet hätte und miteinander um eine Lösung gerungen hätte.

Kommentar: Gemeinden können sehr unterschiedlich ausgerichtet sein. Aber auch in visionären und eher klar strukturierten Gemeinden, sollte man unterscheiden, ob Missstände von ewigen Nörglern oder von engagierten Mitgliedern und langjährigen Mitarbeitern beklagt werden. Auch diese Art Gemeinde ist nicht vor Fehlentwicklungen gefeit. Das gilt umso mehr, wenn die Gemeinde keiner konfessionellen Autorität untergeordnet ist und auch sonst kein Korrektiv erkennbar ist. Und wer den Rat wohlmeinender, langjähriger Mitglieder ausschlägt und sich gegen sie mit dubiosen Mitteln durchsetzt, der erweist der Gemeinde einen Bärendienst. Anders als bei den ewigen Nörglern wird das Überfahren dieser Signale die Gemeinde nicht vitaler machen, sondern wohl eher bremsen.

Der 1. Vorsitzende, Peter Wenz, hat, meiner Ansicht nach, mit Tricks erreicht, dass die Bereinigung des Konflikts umgangen wurde. Er hat nun seinen Wunsch-Vorstand. Dennoch ist es für ihn ein bitterer Sieg. Wenn Konflikte im Herzen der Gemeinde nicht sorgfältig bearbeitet und beendet werden, dann werden sie wahrscheinlich im Verborgenen weiter schwelen. Und wer meint, diese Spannungen dadurch beseitigen zu können, dass 3/4 des früheren Vorstands und etwa 64 % der Mitglieder des früheren Trägervereins zum Austritt bewegt werden, der irrt. Probleme kann man so nicht lösen, sie werden nur verlagert. Sie werden wahrscheinlich bestehen bleiben, so wie sie bereits seit Jahren bestehen. Das ist eine wirklich schwere Last, die das Gospel Forum in Stuttgart nun wohl weiter begleiten wird.

Es ist der Gemeinde zu wünschen, dass sie einen Weg findet, besser mit Konflikten umzugehen und diese transparent und pro aktiv zu lösen. So viel Zeit muss sein!

Mit der Unbeschwertheit ist es nun dahin und für mich haben auch die, in Gemeinden so wichtigen, Werte wie Glaubwürdigkeit und Vertrauen ganz heftig gelitten. Daher bin ich  nun auf die Suche nach einer neuen Gemeinde. Sie darf ruhig visionär sein, sollte aber unbedingt die Stimme von langjährigen Mitgliedern ernst nehmen. Ich freue mich auf die Zukunft und bin dankbar, für all die Jahre im Gospel Forum Stuttgart. Es waren viele gute Jahre und ich wünsche der Gemeinde nur das Beste. Viel Gutes von Gott.

Ihr Jens Wätjen

veröffentlicht im Dezember 2018 durch Jens Wätjen

 

[alle Fotos in diesem Beitrag von Shutterstock]_

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50 Kommentare zu „Mitten durchs Herz!“

  1. Kann mir gut vorstellen, dass dein Bericht absolut der Wahrheit entspricht. Hab vor einigen Jahren PW erlebt. Mit stetig anschwellender Lautstärke hat er die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Am Schluss herrschte Geschrei und Gekreische im Saal und die Hallelujas hörten sich gar nicht so echt an.
    Mein Eindruck: er hat versucht, Menschen an sich zu binden, anstatt an Jesus.
    Ist das nicht Kennzeichen einer Sekte?

    Allerdings: ich war total beeindruckt von den Aktivitäten. Viel los, gut motivierte Mitarbeiter …

    1. Guten Morgen Ihr Lieben,
      ich setze auf Vergebung und Heilung des Konflikts. Nur da wo Vergebung herrscht wird auch Segen sein.
      Des Teufels Werk ist Konflikt und Schwächung. Das werden und möchten wir nicht zulassen.
      Glückliche Menschen vergeben.
      Herzlichst Johannes Laukhuf

      1. Lieber Johannes, ich denke, Vergebung ist sehr wichtig. Für Heilung des Konflikts empfinde ich es viel zu spät. Da schwelt seit Jahren (wenn nicht Jahrezehnten) etwas unter der Oberfläche, das jetzt überkocht und ich vermute, jegliche Impulse des Hlg. Geistes zur Umkehr wurden ignoriert oder abgetan.

      2. Bernd Fischer

        Lieber Johannes, Vergebung tut Not und ist sehr wichtig. Dennoch gibt es aber auch trotz Vergebung kein „weiter so „ wenn eine Seite uneinsichtig ist. Wäre nur ein Funke Einsicht vorhanden, wäre alles kein großes Problem, aber daran fehlt es momentan und das ist der Grund weshalb viele gehen

      3. Liebe Tabea,
        ich war früher auch bei der BGG und im Gospel Forum. Inzwischen fühle ich mich bei der ICF Karlsruhe beheimatet. ein Teil meiner Familie ist im GoFo.

        Doch gerade wir als „Aussehstehende“ dürfen nicht zulassen, dass die starke Region Stuttgart auch stark bleibt. Ich erleben bereits nun zum 2. mal innerhalb der letzten 35 Jahre dass eine Gemeinde im Raum Stuttgart zerbrechen droht.

        Es ist unser Auftrag Christen und Menschen in dieser Region eine geistige Heimat zu erhalten. Dafür sind doch gerade wir ausgerüstet. Das Jahr 2019 wird Veränderungen mit sich bringen, lasst uns zusammenstehen.

        Das GoFo Leuchtturm in Deutschland und darüber hinaus. Es wurde von vielen Gemeinden und Christen als Vorbild wahrgenommen. Wahrgenommen, dass junge Menschen zum Glauben kommen und Das hat Gott so gewollt. Das GoFo war „erfolgreich“. Ich als Unternehmer weiß was es bedeutet erfolgreich zu sein und gleichzeitig demütig vor Gott zu bleiben, weil er uns reich >>beschenkt<< hat. Wir dürfen das Geschenk Stuttgart nicht dem Teufel zur Zerstörung überlassen. Wir haben ALLE den Auftrag Christen und Eintäuschten eine neue / alte Heimat zu geben.

        Wie seht Ihr das? Welchen Eindruck gibt Gott euch dazu?

        Sei Gott befohlen
        Johannes

      4. Interessant ist, dass derzeit sehr viele GoFo-Mitglieder, die PW die Stange halten, von Vergebungsbereitschaft sprechen. Das ist legitim. Dass PW aber Fehler eingestehen und sich, wo notwendig, korrigieren lassen muss, spricht von denen niemand an. Was aktuell jedoch geschieht ist folgendes: PW informiert die Gemeinde, dass die ersten Gottesdienste seit der Mitgliederversammlung wieder richtig gesegnet sind (Bekehrungen, etc.) – Botschaft: Gott ist auf UNSERER Seite. Den Missionaren schreibt er, dass aktuell eine „Reinigung“ stattfindet – mit dem Weggang der Kritiker steige die Zahl der Bekehrungen. Andererseits schockt er die Missionare mit dem Hinweis, dass er nicht weiß, ob sie weiter finanziell unterstützt werden können, weil durch den Weggang der Kritiker ja auch Finanzen abwandern. Die Argumentationskette ist irgendwie lückenhaft.

      5. klarabecker

        Johannes, ich finde es geradezu erschreckend, was ich in deinem Beitrag an Tabea gelesen habe.

        Zitat: „Ich als Unternehmer weiß was es bedeutet erfolgreich zu sein und gleichzeitig demütig vor Gott zu bleiben, weil er uns reich >>beschenkt

  2. Brigitte Schneider

    Lieber Jens , ich danke Dir für Deine Offenheit und Deinen Bericht . Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Weg Jesu spürbare Führung und Seine Nähe . Du hörst Seinen Herzschlag und bist ganz nah an Seinem Herzen . Er wird Dir Heilung schenken in Deiner Seele . Es ist genau der richtige Weg , Peter und das Gospel Forum zu vergeben und zu segnen . Sie alle unter Seinen Schutz und Führung zu stellen . Denn sie wissen nicht was sie tun . Ich bete für Dich das Du ein neues geistliches zuhause findest wo Du Licht und Ruhe und Frieden empfangen und weitergeben kannst . Sei mächtig gesegnet . Deine Schwester im Herrn . Brigitte
    P.S. Ich habe selber mehrere Jahre so etwas erlebt und auch den Druck . Aber durch und mit Jesus habe ich erlebt , wie Jesus mich frei gemacht hat und mir geholfen hat , los zu lassen und zu vergeben und zu segnen . Denn darin liegt die wahre Freiheit .

  3. Lieber Jens,

    mich bewegt diese Sache sehr, seit ich davon erfahren habe und Dein Artikel bewegt mich gerade besonders. Ich habe Dich immer als jemanden wahrgenommen, der die Dinge differenziert und sachlich zu betrachten vermag und die tiefe Verletzung und Enttäuschung, die ich in Deinem Bericht spüre, tut mir in der Seele weh.
    Die Situation kann ich überhaupt nicht beurteilen und will es auch gar nicht. Was ich aber möchte, das ist in Deine Situation hineinzusprechen. Ich habe den Eindruck, dass Gott einen neuen Weg für Dich vorbereitet hat, den Weg bereits geebnet hat und Dir auf diesem Weg mit Heilung für Wunden, die jahrelang unbemerkt geblieben sind, neue Türen öffnen möchte. Er liebt Dich über alles und Er lässt Deine Hand nicht los, denn Sein Herz schlägt für Dich.
    Uns kann nichts begegnen, was nicht zuerst am Vater vorbei muss.

    Unabhängig davon möchte ich Dir auch noch mein aufrichtiges Mitgefühl zum Verlust Deines Vaters aussprechen. Es tut mir unglaublich leid.

    Dir und Deiner Frau wünsche ich von Herzen, dass Ihr loslassen könnt, was 2018 Euer Herz beschwert hat, damit Ihr 2019 mit leeren Händen, die Gott im Überfluss füllen möchte, beginnen könnt.

    Sei gesegnet,
    Miriam
    (wir „kennen“ uns von FB, wo ich mich Mitte des Jahres allerdings gelöscht habe, vielleicht erinnerst Du Dich)

    1. Danke Miriam, dass du Dich so da einfühlst. Das tut sehr gut. Danke für deinen Zuspruch!
      Viele Blessings und einen richtig giten Start in das neue Jahr!
      Herzlichen Gruß
      Jens

  4. Ich wurde gefragt, was ich nicht prüfen durfte. Gerne hätte ich beide Seiten persönlich angehört . Das wurde inm GoFo untersagt. Auch außerhalb des GoFo wurde es ebenfalls von PW verhindert. Bei einem Konflikt hör ich gerne beide Seiten. Dann kann ich mir in etwa ein Bild machen. Wenn aber eine Seite das verhindert, dann frag ich mich warum…

  5. Doris Weisgerber

    Ich kenne das GOSPEL FORUM persönlich nicht sehr gut. War vor einigen Jahren mal in einem Gottesdienst und habe über Facebook mir ein paar Predigten angehört. Nachdem ich die Stellungnahme in „Zukunft GOSPEL FORUM „ zu dem aktuellen Konflikt gelesen hatte, bekam ich den Eindruck, das hört sich sehr stark nach einem Machtkampf an.

  6. Charlotte Bräuchle

    Ich finde es immer sehr traurig, dass es in Gemeinden Spaltungen gibt, das haben wir auch erlebt und zum Glück überwunden. Wir müssen eine Einstellung von Alleinstellungsmerkmal und Richtungsaufstellung überwinden. Gemeinde Jesu bedeutet immer auch eine Vielfalt , sowohl im Leben und auch in Ausdrucksformen. In den unterschiedlichsten Strukturen von Kommunitäten und Familien erleben wir vielfältige Glaubensformen (die nicht jedem gefallen), die wir respektieren.

  7. Lieber Jens,
    vielen Dank für Deine Offenheit den Vorgang aus Deiner Sicht genau zu beschreiben
    Wie ich das lese bist Du nicht bei dem ersten Problem abgehauen sondern bist treu dabeigeblieben und suchst aber nun aus meiner Sicht auch zur richtigen Zeit nach einer neuen Gemeinde. Dafür wünsche ich Dir Gottes Segen.
    Ich denke, aber dass es Schwierigkeiten wie im Gospel Forum es, wohl in unterschiedlicher Intensität, in vielen Gemeinden vor allem freikirchlicher Prägung gibt. Eine Ursache scheint mir zu sein welchen Stellenwert das Wort Gottes hat (ist es die einzige Autorität?) oder spielen andere Punkte eine dem Wort Gottes gleichgegestellte Rolle (wie z.B. Führungsprinzipien aus der Wirtschaft)? Auch ist zu beobachten, weil gerade die Rolle der Wortes Gottes oft unterbelichtet ist, dass zu theologischen Grundfragen in einer Gemeinde die unterschiedlichsten Vorstellungen und Auffassungen gibt (z. B. hat der Glaube an Jesus einen Absolutheitsanspruch oder nicht).
    So meine ich, so schlimm das Geschehene im Gospel Forum auch ist, viele andere Christen und Leiter zum Nachdenken bringen sollte, bevor am mit dem Finger auf andere zeigt:
    Läuft bei uns den alles richtig? Sind wir als Gemeinde eng am Wort? Wenn das einer Gemeinde mit einer ausgeklügelten Leiterstruktur geschieht mit 4000 Besuchern, wie viel mehr kann dann eine Gemeinde mit 100 Leuten in Schieflage geraten! Aus meiner Sicht steckt da ein großes Maß an Warnung und Mahnung drin und wir als Christen sollten uns wirklich ernsthaft fragen:
    Ist Jesus noch im Zentrum?
    Viele Grüße und Dir Gottes reichen Segen für 2019

  8. Lieber Jens,

    danke für diesen sehr guten und wahrheitsgemäßen Bericht.

    Es ist sicher nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, aber ich kann bestätigen, was hier treffend formuliert wurde.
    Meine Frau und ich waren 27 Jahre Mitglied im Gospel Forum und auch uns ist diese Sache
    mitten durchs Herz gegangen, sehr schmerzhaft.

    Für uns war nach dem 13.12. ein Punkt erreicht, an dem wir das was im Gospel-Forum vorgeht nicht mehr mittragen konnten und so haben wir uns schweren Herzens als Mitglieder abgemeldet.

    Hier liegt mir noch etwas auf dem Herzen, für diejenigen, die auch vor diesem Schritt stehen und sich eventuell schuldig fühlen, nicht zuletzt deswegen, weil hierfür versteckte (oder auch offene) Drohungen ausgesprochen wurden.
    Wir glauben, Gott wird seinen Segen und seine Liebe nicht von solchen nehmen, noch ein Fluch auf diese kommen. Wer das behauptet lügt, dies ist biblisch in keiner Weise zu begründen.
    Niemand sollte sich hier einschüchtern lassen.
    Lass uns nach vorne schauen.

    Wir wünschen Dir und allen Bloglesern ein gesegnetes neues Jahr 2019.

    1. Danke Roland für deine wichtige Ergänzung! Das sehe ich absolut genauso. Jesus hat den Fluch getragen, egal von wem er ausgesprochen wurde! 👍🙌

    2. Lieber Jens, lieber Roland,

      Vielen Dank für eure ehrliche, sachliche und sehr gute Informationen. Ich glaube das wir Christen verpflichtet sind und eine Verantwortung haben die Wahrheit, Wahrheit und die Lüge, Lüge zu nennen und darüber aufklären. Nur dann sind wir glaubwürdig als Christen wenn wir Probleme wo es nötig ist Ofen ansprechen und nicht decken!
      Im diese Sinne wünschen wir Euch Gottes Segen und Seine heilende Kraft! Wir werden Euch vermissen!

  9. mein Kommentar von heute Nachmittag war doch schon drin, jetzt nicht mehr. Gibt es da Gründe. Ich will gern was lernen!

    1. Hey Matze, das System für mich war unübersichtlich, ich dachte Dein Kommentar war noch nicht freigegeben und habe nochmal drauf gedrückt und damit war er wieder weg. Sorry. Ist jetzt wieder da. 😅

  10. Leider setzt Satan immer bei der Gemeindeleitung an. Habe das schon oft erleben müssen, leider. Gut, dass ihr gegangen seid und es ist auch eine grosse Chance für eine oder mehrere Neugründungen, um so noch mehr Menschen zu erreichen .Wenn die Urgemeinde nicht so verfolgt worden wäre, hätten sich die Jünger nicht auf den Weg gemacht und die Mission hätte so nicht statt gefunden. Ich bin inzwischen kein Freund mehr von Mitgliedschaften und Gemeindelisten. Hauptsache meine Mitgliedschaft ist im Himmel besiegelt!

  11. Lieber Jens, weil es mir hilft, dass du über die Vorgänge im GoFo aus deiner Sicht schreibst, drum raffe ich mich auf und schreibe auch. 1988 habe ich mich dort bekehrt….und bald darauf unter all dem gelitten, das aktuell – mehr denn je – ans Licht gekommen ist. Es hat mich laaaaange beschäftigt, wie es sein kann, dass man dort Gott erlebt und von neuem geboren wird und andererseits
    derart misshandelt wird.
    Geblieben ist mir Jesus und das Neue das er schuf und schafft.Bin damals gegangen.

  12. Lieber Jens, ich kenne dich nicht, obwohl ich von 1994-2003 aktives Mitglied in der BGG, später Gospel-Forum war, im Gebiet Fildern.
    Ich kann deine Beschreibungen sehr gut nachvollziehen. Ich konnte damals weder greifen noch beschreiben, was vor sich geht, ich musste einfach nur gehen. Als ich anschließend feststellte, dass es mir entgegen aller „Prophezeiungen“ immer besser antstatt schlechter ging, wurde mir klar, was im Gospel Forum abgeht.
    Ich wünsche dir, dass du trotz – oder vielleicht gerade wegen der Umstände immer weiter in das hineinkommst, was Gott für dich hat.
    Peter wünsche ich, dass er aufrichtig umkehrt. Wenn ich ehrlich sein soll, glaube ich, dass es hierfür zu spät ist.

  13. Es ist traurig und leider wahr, dass diese Dinge in Gemeinden passieren.

    Deine Entscheidung, diese Gemeinde zu verlassen kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Ich hoffe du findest bald eine neue geistige Heimat.

    In diesem Sinne ein gutes neues Jahr.

  14. Das sieht alles sehr rechthaberisch aus.
    Macht macht geil und blind. Und die Auswirkungen sind fatal, trotz frommem Anstrich.

  15. Vielen Dank Jens!

    Ich selbst habe das Gofo vor über einem Jahr wegen einer ähnlichen Situation in unserer Region verlassen. Damals dachte ich es sei nur ein regionales Problem. Es fiel nicht leicht zu gehen nachdem ich mich vor 20 Jahren in der Gemeinde bei den Royal Rangers (christliche Pfadfinder) für ein Leben nach Jesu Vorbild entschieden habe. Bei den Royal Rangers habe ich Gott sei Dank gelernt, dass auch der Verstand von Gott kommt und jeder vor Gott für sein eigenes Leben Verantwortung tragen darf. Ich habe gelernt das es gut ist selbst in der Bibel zu lesen um Gott kennenzulernen. Das hat mir ein gutes Fundament gegeben. Ich bin auch ehrlich gesagt froh darüber kaum noch Leute zu kennen, die seither aktiv und langjährig in der Gemeinde als Mitarbeiter tätig waren und die unter den jetzigen Umständen so noch weiter dabei sein wollen. Das zeigt mir, dass die Basis der Gemeinde noch richtig tickt und ich hoffe, dass diese vielen wunderbaren Menschen nie aufhören mit Gott zu bauen. Das traurige ist, dass das scheinbar immer noch nicht bei der Gemeindeleitung gewürdigt wird. Gefühlt werden mit den Infomails alle Empfänger für dumm verkauft. Und mir tut es extrem leid um die Leute, die immer noch nur einseitig informiert werden und bei denen das große Vertrauen auf die Gemeindeleitung von dieser selbst mit Füßen getreten wird.

    Liebe Grüße

    Ralf

  16. Das Gospel Forum lebt nur noch von Voraussetzungen, dass es selber nicht garantieren kann. Die Restsubstanz wird Zug um Zug aufgezehrt. Charakterköpfe sind gegangen.
    Führung und Behandlung der Ehrenamtlichen und Mitarbeiter soll mit modernen Managementmethoden stattfinden. Von Modernität ist jedoch in der Führungsebene nichts zu sehen. Statt Sozialkompetenz ist Sturheit und Aussitzen angesagt. Es werden Expansionsvisionen wie in einem Wirtschaftsunternehmen entwickelt und umgesetzt. Ist das die Aufgabe einer Ortsgemeinde? Alles mit Spendengeldern.

  17. Bernd Fischer

    Lieber Jens, ich bin froh und dankbar dass es Leute wie Dich gibt die Ihre Gedanken zum erlebten sachlich rüber bringen könnnen. Leider ist es genau so abgelaufen. Am Anfang war ich auch sehr betroffen und hatte Unruhe in mir. Doch mittlerweile hat sich das grundlegend gewandelt in Freunde auf das was neues kommen wird. Das Gofo ist für mich wohl Geschichte obwohl ich viel Segen darin erfahren habe. Doch das Geschehene lässt sich nicht ungeschehen machen solange keinerlei Einsicht bei PW zu erkennen ist, da stimme ich Max mit seinem Kommentar vom 02.01. vollkommen zu. Doch es formieren sich Leute welch gegangen sind auf ein neues. Ich glaube zudem dass das Ende der Großkirche kommen wird und ein Netzwerk von kleinen Zellen welche sich gegenseitig stärken, die Zukunft werden wird wo jeder seine Talente einbringen kann (und muss). Es ist vieles im Umbruch und das ist gut so, freuen wir uns drauf. Im Himmel rumort es und das spiegelt sich auf Erden wieder, denn der König kommt!

    1. Hallo Bernd, ich glaube, dich zu kennen, ich war damals noch mit dem Namen Higgins unterwegs 😉
      Es ist interessant, was du schreibst in deinem letzten Absatz. Ich hatte neulich während eines Bibelstudiums zu einem gewissen Thema einen ziemlich starken Eindruck und zwar ging es um die Geschichte von Saul, David und Salomo.
      Saul hat sich, indem er immer weiter von Gottes Wegen abgewichen ist, schlussendlich selbst den Todesstoß verpasst; David wollte eigentlich den Tempel bauen, aber Gott sagte ihm, dass Salomo das machen wird.
      Ich glaube, dass Saul zum einen für die traditionelle Kirche steht, zum anderen aber auch für die Kirchen, die mehr Institution als Familie sind. Und ich glaube, WIR sind die Generation Davids, und wir werden den Tempelbau der künftigen Gemeinde mit vorbereiten. Es wird die künftige Generation sein, die die Gemeinde nach Gottes Fasson baut. Und zwar in einem ganz anderen Stil als bisher bekannt. Es wird eine Familie sein, in der es nicht mehr um Denomination und Zahlen geht, sondern um Leidenschaft und das Wirken des Heiligen Geistes. Lobpreis, Reinigung, Heiligung, Demut und herzliche Leidenschaft werden hier eine entscheidende Rolle spielen (für uns – die Generation David).
      Mich würde sehr interessieren, was deine Meinung dazu ist. Oben deutest du es ja shcon etwas an.

    2. Lieber Bernd,
      das, was du schreibst, ist sogar mit Zahlen belegbar, aber es sind Zahlen, die nicht im Netz herum“geist“ern. Die größte Gemeinde bekennender Christen in Deutschland sind mit ca. 25% (Stand 2017) diejenigen, die aus den Gemeinden ausgetreten sind.
      Wie in der Offenbarung geschrieben, ruft Gott Seine Gemeinde, die Überwinder, aus den letzten Gemeinden / Denominationen heraus. Am Ende wird es für jeden ersichtlich sein, dass einzig der Herr in der Lage ist, so eine Gemeinde zu bauen. Ohne Strukturen und nur ihm verantwortlich. Vernetzt, aber nicht untereinander verbündet, sondern nur in einem Bund mit dem Herrn. Ohne Dach oder Schirm über dem Kopf sondern mit direktem Blick nach oben.
      Meine Familie und ich sind seit 2016 aus einer Vineyard ausgestiegen, die sich, wie das GoFo, mit dem Islam (Sant Egidio, Franziskaner…), der Maria (Totus Tuus, Schönstatt…) und anderen verbündet hat. Es stand u.a. der Vorwurf im Raum, wir seien nicht kontrollierbar. Seitdem haben wir erst begriffen, wie viel falsche Lehre im Umlauf ist, aber je tiefer wir ins Gottes Wort eintauchen, desto mehr Freiheit erleben wir in Ihm.
      Ich wünsche euch bzw. uns allen, dass wir immer an ihm festhalten und nicht verführt werden, bis er kommt. Es wird nicht einfacher werden. Aber lasst euch nicht einreden, ihr braucht eine Ortsgemeinde! Ihr seid Gemeinde!!!
      LG… Carolin

  18. Roswitha Herz-Gashi

    Mit tiefer Betroffenheit habe ich diesen Artikel von Jens gelesen… es berührt mich sehr und macht mich unendlich traurig in welchem Zustand wir Christen und unsere Gemeinden hier in Deutschland immer wieder sind! Ich habe niemanden zu beurteilen oder irgendetwas zu bewerten – aber ich würde allen Betroffenen gerne ein kleines Buch von Frank Krause empfehlen.
    „Hirtenherz“ ist ein Buch, das weder belehrt noch „theologisiert“!! Aber es führt uns in wunderbarer Weise das Herz des Jesu für seinen Leib und seine Braut vor Augen….und es greift in sehr hilfreicher Weise die Frage der „Macht“ auf, lässt uns dabei direkt in die Augen Jesus versinken, hilft zu verstehen, berührt zutiefst unser HERZ, legt unsere Sehnsucht nach ECHTHEIT und LEBEN frei…
    Ich wünsche uns allen, dass wir so tief durch Jesu Berührung Heilung empfangen und auch umkehren können, wo nötig…
    ER möge in seiner Braut alles wirken, was wir brauchen!!
    Seid gesegnet und dem Herzschlag Gottes anbefohlen!!

  19. Vielen Dank für Ihren guten Artikel, lieber Jens. So Streitigkeiten machen mich immer sehr traurig. Früher dachte ich: So was gibt’s nur in einer liberalen Landeskirchen-Gemeinde, aber doch nie dort wo Jesus der Mittelpunkt ist. Mein Austritt aus einer Gemeindeleitung ist über 2 Jahre her und ich muss mir eingestehen, dass mein Herz immer noch nicht ganz geheilt ist. Dass so ein Riss so seelische Konsequenzen hat, hätte ich damals nie gedacht. Habe oft an mir gezweifelt. Manchmal dachte ich, mein Herz zerreißt.

    Ich dachte damals, ich tue einen Dienst für Jesus. Aber in Wahrheit kämpfte ich für eine Gemeinde / Institution / Gruppe. Ich identifizierte mich mit MEINER Gemeinde (versuchte es zumindest) – statt in erster Linie mit Jesus. Da ist etwas in mir geistig verrutscht.

    Wenn man mir manchmal entgegnet: „Du Arme! Du bist ja ohne Gemeinde heimatlos!“ kann ich nur antworten: Welch ein Irrtum! Als ob ich dann verloren wäre. Wir brauchen keine Gemeinde sondern Gemeinschaft! Und die gibt’s tatsächlich auch ausserhalb des ‚Clubs‘. Wie oft habe ich Konkurrenz erlebt zwischen den Gemeinden. Ich mein damit nicht, dass jede Gemeinde schlecht ist, aber in 1. Linie geht es um meine Beziehung mit Jesus. Danach kommt Gemeinde, Gemeindedienst usw.
    3 Bücher haben mich bewegt: „Schrei der Wildgänse“, „UrGemeinde“, „Heidnische Christen“.

    Es gibt auch ein Christsein ausserhalb der Gemeinde und das hat damals bei mir gemangelt. Ich habe einen mobilen Kaffeewagen auf dem Wochenmarkt. Auf meinen Anhänger steht drauf: „Jesus hat viele Anhänger!“ Eine der häufigsten Fragen, die mir gestellt werden ist: „Welcher Gemeinde gehört denn der Anhänger?“ Wenn ich sag: „Keiner! Der gehört mir und Jesus!“ gibt’s staunende Augen und man sieht wirklich, wie die Denk-Schublade am rotieren ist. Darüber freu ich mich dann sehr! Als ob der Name Jesus Christus gleichbedeutend für einen Kirchturm steht.

    Ich habe im Gospel Forum wertvolle Gottesdienste erlebt und werde bestimmt noch hingehen. Das Miteinander hat mir zwar oft gefehlt, aber vielleicht geht das ab einer bestimmten Grösse nicht mehr (dachte ich wenigstens immer und konnte gut damit umgehen – hatte ja dort auch keinen ‚Job‘).

    Schade, dass der teufel bestimmte Dinge nutzt, um so viel Gutes im GF zu zerreissen und Menschen zu entmutigen. Aber ich habe durch meine Geschichte (in der anderen Gemeinde) viel gelernt: Jesus baut wieder auf und sortiert falsche Sichtweisen in uns, die geheilt werden müssen / dürfen. Die schmerzende Narbe cremt ER immer wieder ein. Und ER verurteilt uns nicht (wie so oft wir uns selber), wenn man meint: ‚Über diesen Schmerz komm ich nie hinweg.‘ So ging es mir sehr lange. ER ist dran und repariert. Und zwar alle Beteiligten. Ein Leben ohne Gemeindezugehörigkeit fühlt sich für mich manchmal echt schwierig. Aber ER hat Geduld und mir nach und nach wieder Barmherzigkeit gegenüber Gemeinden geschenkt und viel Schmerzen geheilt. Viel Segen erfahre ich in stiller Zeit mit Jesus oder wenn ich Predigten übers Internet höre. Es gibt in Schorndorf 2 Gemeinden, in die ich ab und zu und gerne gehe. Und dort werden wir herzlich wahrgenommen (auch ohne Papier-Mitgliedschaft). Das ist mein Weg bisher. Wünsche Ihnen Gottes Segen und gute Gemeinschaft mit unserem Heiland und HERRN Jesus Christus und auch viele Geschwister, die Sie erbauen und stützen! Ihre Kathrin.

  20. Vielen Dank lieber Jens Wätken,
    Wir waren einige Jahre im Gospelforum und haben viel positives mitgenommen aber auch das ein oder andere erlebt das schon auf diese Eskalation gedeutet hat. Und ich muss ehrlich Sagen dass ich denke dass gewisse Geistliche Strömungen denen sich das gospel Forum geöffnet hat daran mit schuld sind. Wir haben es mit Sorge gesehen welch Begeisterung und Hoffierung Bill Johnson, Heidi Baker, Joseph Prince etc. entgegengebracht wurde. Viel „geistliches“ hat uns die Köpfe schütteln lassen.
    Auf diversen Konferenzen wurden höchst merkwürdige ( „ ich proklamiere die Freiheit von Krebs !“ etc. ) Dinge gesagt…. vieles wird mit einem prophetischen Etikett versehen, das letztendlich Manipulation und verdeckelung von Eitelkeiten ist. Ich machte z. B. Auf das Buch von Bethel Autoren ( Suchbegriff Bill Johnson ) aufmerksam.. es heißt „heavens physics“ es ist ein sehr hochgepriesenes Buch in dem die Autoren absolut dem Okkultismus Verfällen. Da aber gerade die Konferenzen mit besagten Leiten stattfanden würden meine Kommentare gelöscht und mein Anöiegen -man möge doch genauer hinschauen was aus der Bethel church Redding kommt -unter lobrshymnen auf „ große Männer und Frauen gottes „ gelöscht.
    Meiner Erfahrung nach ist man irgendwann auf den NAR Zug aufgesprungen und hat dabei die Demut und den einfachen Glauben verloren. Das ist sehr traurig, gerade für die Ältwsten die mit dieser Herausforderung denke ich biblisch umgegangen sind ( ohne Weltlichen Anwalt, kein Predigt Dienst während der Mediation etc.)
    Ich freu mich über Klahrheit in den Stellungnahmen von den Leuten des Minderheitsbegehrens, auch Tobias Krämer hat eine gute Auseinandersetzung zum Thema Macht und Machtmissbrauch geschrieben!
    Ich wünsche den Geschwistern in Gospel Forun Weisheit und Leitung ob Bleiben oder Gehen dran ist!

  21. Aribert Jahnke

    Es tut einfach weh, zu sehen wie eine Gemeinde „zerbricht“ – in welcher man 20 Jahre eine Heimat hatte und auch aktiv tätig war. Es wurden leider meiner Meinung nach zu viele Gefühle verletzt und Vertrauen zerbrochen. Sehr, sehr schade.

  22. Der Machtkampf in dem Gospel Forum ist eine traurige Sache. Aber so ist das nun mal auch in „christlichen“ Kreisen. Streit und Ärger macht auch vor der Gemeinde nicht halt. Und der gerade der Ort wo Heilung stattfinden sollte wird zur einer Quelle von Verletzungen. Schlimmer wird’s dann noch wenn ich für mich proklamiere Gottes Willen zu vertreten und die anderen im Besten Falle als irrend, im schlimmsten Falle vom Teufel verführt bezeichne.
    Wenn man nun Gott auf seiner Seite hat, ist eine Aussprache gar nicht nötig und auch keine gegenseitige Vergebung, denn ich bin ja in göttlicher Weise legitimiert und entschlossen und mutig wird der eigene Weg durchgesetzt. Es gibt auch noch immer genug Leute die eine starke und autoritäre Führung folgen und denen es sehr wichtig ist, dass ihr Leiter auch verbal für sich in Anspruch nimmt direkt unter der Führung Gottes, durch das persönliche Reden des Heiligen Geistes, zu stehen. Er stillt damit auch ein tiefes Bedürfnis dieser Menschen, die einen greifbaren Anker brauchen, um in diesem schwierigen Leben zu bestehen.
    Ich stellte zuletzt in einer anderen charismatischen Gemeinde so ein Problem fest. Die Gemeinde war gespalten. Eine Versöhnung war nicht mehr möglich. Das Gespräch war sinnlos geworden. Ab einem gewissen Punkt gab es keine Gesprächsbasis mehr und einen gemeinsamer Weg wohl auch nicht. Ich halte es deshalb für schwierig (milde gesagt) den Willen Gottes für sich in Anspruch zu nehmen, um so Konflikte zu lösen.
    So sehe ich es auch für die pfingstlich-charismatischen Kreise dringend nötig in Konflikten „Mensch“ zu werden so wie Jesus und nicht Konflikte zu vergeistlichen. Schließlich ist alles im Bereich der Gaben Gnade und die vermisse ich dann schmerzhaft, insbesondere in Konflikten.

  23. Ein Bibelleser

    Mtatthäus 7:12 – 23

    „Vom Tun des göttlichen Willens
    Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten. Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden! Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum:an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen:Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage:Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen:Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“

  24. Danke für den objektiven und wohlwollenden Bericht. Ich habe genau dasselbe in 2012 erlebt. Eine Gemeinde, die seit über 20 Jahren ständigen Leitungswechsel erlebt hatte. Doch als Außenstehender immer wohlwollend verpackt. Dann gab es eine Gruppe von wohlwollenden Menschen, die eine außerordentliche Versammlung einberufen haben, um einige Mißstände zu besprechen. Diese Versammlung kam dann: mit Security und erhöhter Stimmberechtigtenzahl von Menschen, die mit dem Hauptpastor befreundet waren, aber größtenteils nicht in die Gemeinde gingen und teilweise sogar aus dem deutschsprachigen Ausland waren. Das Ergebnis: genauso wie in Stuttgart haben ca. 50% der Schäfchen die Gemeinde verlassen …

    Ich musste für mich erkennen, dass ich mich viele Jahre in einem religiös-missbräuchlichen Kontext habe benutzen lassen und konnte dies aber durch gute Seelsorge und Coaching im Nachhinein verarbeiten und neu starten. Gottes Bodenpersonal ist nicht perfekt – aber unser Gott ist treu und real!

    Es ist so wichtig solche Mißstände ans Tageslicht zu bringen und die Decke des Schweigens zu durchbrechen. Es hat mich sehr viel gekostet dies zu tun – ich bin aber Gott so dankbar den Mut gehabt zu haben aufzustehen!

    Heute setze ich mich für die Mündigkeit der Gläubigen ein und dass wir alle hinwachsen zu Christus – er ist das Haupt der Gemeinde – nicht sein Vertreter (Pastor) hier auf Erden.

    Epheser Brief 4, 13-16

    13 Dadurch werden wir im Glauben immer mehr eins werden und miteinander den Sohn Gottes immer besser kennen lernen. Wir sollen zu mündigen Christen heranreifen, zu einer Gemeinde, die ihn in seiner ganzen Fülle widerspiegelt. 14 Dann sind wir nicht länger wie unmündige Kinder, die sich von jeder beliebigen Lehrmeinung aus der Bahn werfen lassen und die leicht auf geschickte Täuschungsmanöver hinterlistiger Menschen hereinfallen. 15 Stattdessen wollen wir die Wahrheit in Liebe leben und in allem zu Christus hinwachsen, dem Haupt der Gemeinde.

  25. In dem Bericht steht, dass alle 4 Vorstände pausieren hätten sollen und dann wären sie wieder Vorstände geworden. Wie hätte das praktisch ausgesehen ? Das Minderheitsbegehren und das Vereinsrecht lässt aus meiner Sicht solch einen Konstrukt nicht zu. Faktisch war es ein Versuch einer ‚Revolution‘ gegen den Chef. Das geht meistens nicht gut ! Weder in Gemeinden noch in irgendeinem Betrieb.
    Trotzdem die Frage :
    was hat Peter Wenz nachweisbar gemacht, dass solch eine Vorgehensweise (Aufstand) rechtfertigen würde ? Irgendwelche Verfehlungen mit Frauen, Kindern – oder ausschweifender Luxus sind meiner Ansicht nach nicht bekannt, oder ? Auch gab es keine Abkehr von biblischen Kernthemen . (z.Bsp. Ehe für alle , etc.)
    Natürlich über Führungskultur , Strukturen gab es sicher teilweise verschiedene Meinungen . Aber ein solches Vorgehen (Revolution) seitens der alten Vorstände und eines Teils des e.V. ist damit nicht zu rechtfertigen. Natürlich die ‚brutale‘ Vorgehensweise der Peter-Anhänger war auch nicht OK – aber letztlich war das ’nur‘ die Reaktion/Abwehr auf die Angriffe.
    Ich bin mir sicher, der Konflikt hätte auch anders gelöst werden können.
    Auch (oder teilweise zum Glück) sind sehr viele Fehler gemacht worden – keine Frage.
    Aber sonst wäre das Ganze evtl. deutlich schlechter ausgegangen.
    Auch so : es gab leider nur Verlierer bei der Aktion !

    Leider ist auf der Einen wie auf der anderen Seite keinerlei Einsicht zu spüren – auch nach 6 Monaten nicht. Eine gemeinsame Aufarbeitung ist in weiter Ferne.
    Im Gegenteil : bei den Veranstaltungen des abgespaltenen Teils (WsG) ist immer wieder eine spitze Bemerkung zu hören , wie schlimm das alles unter Peter Wenz war.
    (wenn ich mit meinem Chef nicht kann, bleibt mir nur mich damit zu arrangieren oder eben zu gehen)

    Ein sehr schlechtes Zeugnis für die Christen – was ja auch in vielen ‚weltlichen‘ Kommentaren zu lesen war.

  26. Lieber Jens,

    danke für diesen offenen Brief und dass Du aus Deinem Herzen keine Mördergrube machst. Ich kann sehr gut nachempfinden wie es Dir gerade ergeht ohne die Dinge im Detail zu kennen.

    Die Situation ist die eines Soldaten, der in das Friendly Fire seiner eigenen Truppe gerät, es ist ein Albtraum. Wir haben das mit meiner Frau vor 10 Jahren so erlebt, nachdem wir die besten 12 Jahre unseres Lebens, mit allem was wir waren und hatten, in eine Gemeinde investiert haben. Der Schmerz, die Bitterkeit und die Resignation darüber hält zum Teil bis heute an. Allerdings entdecken wir heute ganz langsam, nach und nach, dass Gott uns damals in einen Lebensabschnitt der Schwachheit geführt haben von dem wir ganz langsam eine Ahnung bekommen, dass er in genau dieser Schwachheit mächtig werden kann und will. Somit gibt es auch immer Hoffnung und genau die wünsche ich Euch allen, die ihr von dem Klamauk im GF betroffen seid.

    Bleibt behütet!
    Jörg

  27. AnnalenaBauer

    Peter Wenz hat in all den Jahren viele segensreiche Spuren hinterlassen und ich wurde durch seinen Dienst persönlich mächtig gesegnet. Wie man in den Wald hineinruft, kommt es auch wieder zurück, würde ich sagen. Wir sollen für unsere Leiter beten, heisst es in der Bibel, darauf kann ich sehr viel Segen erkennen, nicht wenn man sie öffentlich beschimpft und einen Aufstand gegen sie startet.

  28. Warum immer 1-Mann-System, warum nicht mehrere Prediger, die gleich gestellt sind und die gleiche Aufgabe teilen???????
    Meiner Ansicht nach wird das so weitergehen und geht in Richtung Sekte und die Leute sind selber schuld, wenn sie dort bleiben!

  29. Wie viele Gemeinde-Katastrophen muss unser Land eigentlich noch verkraften bis wir erkennen, dass neutestamenliche Gemeinde nicht von einem Pastor geleitet wird, sondern von Ältesten. Würde man dem Wort Gottes gehorsam sein und den Bauplan des Meisters (Jesus Christus) befolgen, gäbe es weit weniger Gemeindespaltungen.

  30. Wie viele Gemeinde-Katastrophen muss unser Land eigentlich noch verkraften, bis man erkennt, dass neutestamentliche Gemeinde nicht von einem Pastor geleitet wird, sondern von Ältesten unter Begleitung von Aposteln. Würde man dem Wort Gottes gehorsam sein und den Bauplan des Meisters Jesus Christus befolgen, gäbe es weit weniger Gemeindespaltungen. Aber es gibt Hoffnung. Jesus stellt seine Gemeinde wieder her und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen!

  31. Reginald Hürthe

    Ich habe von der Trennung in der Leiterschaft im GoFo erst jetzt über die Webseite „Streit im Gospel Forum“ von Matthias Ruf gelesen und kenne die Sachverhalte nur aus den dort veröffentlichten Dokumenten. Dennoch kam mir die darin geschilderte Entwicklung der Ereignisse schnell bekannt vor.
    Soweit ich das Geschehen beurteilen kann ist weder der 1.Vorsitzende oder Hauptleiter, wie ich ihn zur Unterscheidung zu seinen Mitleiter im Folgenden nennen will, der „Gesalbte des Herrn“ noch sind die 4 Mitleiter „Rebellen, dir nur den 1.Vorsitzenden oder Hauptleiter stürzen und selbst an die Macht wollen“.
    Wahrscheinlich liegt vielmehr folgende Entwicklung vor: Vor mehreren Jahren ist man gemeinsam mit der Leitung einer Gemeinde gestartet, sei es dass diese neu gegründet oder die Leitung in einer bestehenden Gemeinde neu übernommen wurde. Dann dient man mehrere Jahre im Einheit und Frieden zusammen und die Gemeinde wächst.
    Mit dem Wachstum geht aber auch zumeist unbemerkt eine Eigen- dynamik dergestalt einher, dass die Aufmerksamkeit von innerhalb und außerhalb der Gemeinde sich immer mehr auf den Hauptleiter richtet und dieser immer mehr im Vordergrund steht als seine mitleitenden Brüder. Er wird von anderen Gemeindeleitern anerkannt und erhält Prophetien, teils persönlich, teils für die Gemeinde, steht im Rampen- licht. Wenn der Hauptleiter dem nicht durch Demut entgegenwirkt, geht das schließlich soweit, dass er dieses im Mittelpunkt stehen als seine persönliche Bestätigung ansieht und in der Tendenz immer mehr Belange selbst regelt obwohl er diese eigentlich mit seinen Mitleitern absprechen müsste. Teils müssen aus Sachzwängen heraus zeitnah Entscheidungen getroffen werden, so dass vorherige Beratungen und Entscheidungen aller Leiter nicht möglich sind, teils erscheinen solche gemeinsamen Entscheidungen auch viel zu umständlich und zeitauf- wändig und als allein getroffene Entscheidungen (auch Leiter sind nur Menschen).
    In der Praxis ist also eine Einpersonen-Leitung entstanden obwohl die Gemeinde offiziell doch von mehreren Leitern geleitet wird. Wenn die Mitleiter dann aber meist immer häufiger die aĺleinigen Entscheidun- gen des Hauptleiters, die sie doch gar nicht zusammen besprochen und mitentschieden haben, dann aber trotzdem mittragen und gegen- über der Gemeinde vertreten sollen, geraten diese Mitleiter immer weiter unter Druck. Im Endeffekt werden die Mitleiter automatisch ein klärendes Gespräch mit dem Hauptleiter suchen müssen, denn sonst können sie ja auf die Dauer ihre Leiterschaft praktisch nicht mehr ausüben sondern werden über kurz oder lang zu reinen Jasagern entmündigt.

    Und damit ist diese Entwicklung am dem entscheidenden Punkt angekommen!! Wenn jetzt der Hauptleiter an diesem Punkt nicht den Ernst der Situation erkennt und sich den Anfragen seiner Mitbrüder ehrlich stellt, besteht m.E. keine Möglichkeit mehr, die Gemeinde gemeinsam weiter zu leiten. Eine Einsicht in den aktuellen Zustand in der Gemindeleitung kann es nur geben, wenn der Wert der Bruderschaft höher steht als aller Einsatz für die Gemeinde als Organisation.

    Doch meistst sieht der Hauptleiter sich dann von seinen Brüdern verraten und in den Rücken gefal- len. Er sieht sie neidisch auf „seinem erfolgreichen Dienst“ und versteht dabei nicht, dass er sich schleichend von seinen Brüdern entfernt und diese durch sein Verhalten vieles allein zu entscheiden um die Möglichkeit der Ausübung ihrer Mitleiterschaft gebracht hat.
    Die Mitleitenden dagegen fühlen sich von den eigentlichen Entscheidungen über den Fortgang der Gemeindeentwicklung ausgeschlossen, wenn sie nur noch vom Hauptleiter allein getroffene und meist auch gleich gegenüber der Gemeinde verkündete Entschlüsse nur noch möglichst widerspruchslos ausführen sollen.
    Das sind problematische Ausgangspunkte für das anstehende Gespräch zur Aussprache!

    Für das anstehende Gespräch b,eibt nur zu hoffen,dassbeide Parteien ihre jeweilige Sicht auf die Situation in der Leiterschaft ausführlich und angemessen darstellen können und dass die andere Partei ihnen jeweils möglichst offen zuhören kann!
    Für das Gespräch der beide Seiten gilt dan schließlich nur das in Matthäus 18 von Jesus selbst beschriebene Vorgehen. Wenn dein Bruder etwas gegen dich hat, so gehe zu ihm. Hört er dich, so… / Hört er dich nicht, so … . Entscheidend für den Ausgang eines solchen Gespräches ist also ob sich die jeweiligen Parteien noch als (gemeinsame) Brüder in Leitungsverantwortung sehen können.

    Aus eigener Erfahrung kann ich anmerken, dass es in solchen schwierigen Gesprächen viel zu häufig um die Gemeinde, das Ansehen Einzelner und der Gemeinde nach innen und aussen hin geht als um den eigenen Bruder. Das führt zu (weiteren) Misverständnissen und Verletzungen und ist genau besehen eine menschliche Tragödie! Oftmals ist dann nur noch eine Trennung der Parteien oder einzelner Brüder voneinander als Lösung der Konflikte möglich (was Matthäus 18 übrigens nicht ausschließt).

    Leider ist mein Beitrag wohl etwas sehr lang geworden. Ich hoffe dennoch, dass er einen Einblick in die menschlichen Aspekte einer solchen Spannungssituation in der Leiterschaft einer Gemeinde gibt. Oft wird von beiden Seiten geistlich argumentiert und Schriftstellen zitiert, aber machen wir uns nichts vor: im Kern geht es doch um uns Menschen. Kein Wunder das Jesus in dem Ergebnis seines oben genannten Verfahrens den BRUDER herausstellt und nicht die Gemeinde an sich, die man bei solchen Gesprächen oft zu retten vorgibt.
    In diesem Sinne hoffe und bitte ich, dass zu geegebener Zeit Versöhnung unter Brüdern möglich sein wird!

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